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Das Oberschloß Kranichfeld

Vorschaubild

In exponierter Lage über dem Ilmtal wurde der Kernbau des Oberschlosses im 12. Jh. mit Palas, Burgkapelle und Burgfried nach dem Vorbild der Thüringer Landgrafenburgen errichtet. Die heutige Außenfassade wurde durch den Ausbau zum Renaissanceschloss nach 1530 geprägt. Durch zusätzlichen Erker und Giebel, sowie geänderte Fenstergliederungen wurde das mittelalterliche Erscheinungsbild stark verändert. Im Hauptgebäude der Kernburg wird die Geschichte der Burg dokumentiert. Vom mächtigen Bergfried hat man einen wunderbaren Blick auf den Ort und Umgebung. Der Besuch des Schlosses ist eine Reise in die Vergangenheit.   

 

Am Südwesterker befindet sich das Wahrzeichen des Oberschlosses, der "Leckarsch", eine Drolerie aus dem 16. Jahrhundert.

Die als Wahrzeichen bekannte Schlussfigur in der anstößigen Stellung am Südwesterker des Oberschlosses stammt aus der Zeit des Umbaus zum Renaissanceschloss um 1530.

Sie wird als eine "Drolerie" (frz.: drollige, oft drastische Darstellung von Menschen, Tieren oder Fabelwesen in der mittelalterlichen Kunst) angesehen.
Die im Zusammenhang damit stehende Sage mit den beiden Brüdern Wolfer und Lutger hat keinen Wahrheitsgehalt und bleibt eine Legende.

 

Durch einen Brand im Jahre 1934 wurde das Schloss weitgehend zerstört.

 

Erste Wiederherstellungsarbeiten erfolgten durch Häftlinge eines Außenkommandos des KZ Buchenwald.


Mit den Aktivitäten der Interessengemeinschaft Oberschloss, heute des Fördervereins Oberschloss e.V. wurde der weitere Verfall der Ruine verhindert.

 

Heute ist das Oberschloss mit seinem Aussichtsturm, Ausstellungsräumen, einer Kapelle, dem Palas für Trauungen im historischen Ambiente,  dem jährlichen Burgfest zu Pfingsten und Weihnachtsmarkt am 3. Adventswochenende ein beliebtes Ausflugsziel.
>> Veranstaltungen<<

Besuchen Sie die Ausstellung zur Geschichte des Oberschlosses!

 

Geschichte des Oberschloßes in Kurzversion:

 

1143 urkundliche Ersterwähnung der Herren von Kranichfeld   
1383 unter den Burggrafen von Kirchberg
1453

unter den Reußen von Plauen, jüngere Linie; während dieser Herrschaft erfolgte der Ausbau zum Renaissanceschloss

1620 im Besitz des Grafen Karl-Günter von Schwarzburg- Rudolstadt, später Sitz der Witwe Anna- Sophia, Fürstin zu Anhalt
1651

unter ihrer Herrschaft erhielt der Ort Stadtrecht, erließ erste Schulordnung und weitere Gesetze für die Bevölkerung z.B. H

ochzeits- und Gottesdienstordnungen, die Kranichfelder Schule trägt ihren Namen 

1663

unter den Herzögen von Sachsen/ Gotha
1826 Oberherrschaft kam zu Sachsen-Meiningen unter Herzog Bernhard
1898 Graf Bopp von Oberstadt erster privater Besitzer, weitgehende Restaurierung
1902 Kammerherr von Brandis kauft das Oberschloss, weitere bauliche Veränderungen
1920 Der Industrieelle Ramminger aus Gera kauft das Oberschloss
1934 am 06. April brennt das Oberschloss zur Ruine ab
1940 Übernahme der Ruine durch SS-Organisation, teilweiser Aufbau durch die Häftlinge aus dem KZ Buchenwald
1945

Ende der Bautätigkeit und langsamer Verfall 

1981 Gründung der Interessengemeinschaft Oberschloss, Aufräumungs- und Instandsetzungsarbeiten am überdachten Teil, Rettung vor Verfall, Bau einer Trafostation   
1992 Planungsarbeiten für die Sicherheit und -Sanierung der Ruine, Beginn der Sicherungsarbeiten durch die Denkmalpflege Thüringen
1994 Feierliche Eröffnung des begehbaren Bereiches für die Besucher und Eröffnung einer ständigen Ausstellung
ab 1994 Übernahme des Schlosses in die Liegenschaften der Stiftung Thüringer
Schlösser und Gärten, kontinuierliche Ausführung von Sicherung und Sanierung im Ruinenteil  durch die Stiftung  
1997 Sanierung eines Gebäudes in der Vorburg
1999 sanierter Ruinenteil und der neu gestaltete  Vorburgbhof werden für Besucher freigegeben 
2002 Einbau einer Treppenanlage im dicken Turm
2003 vier Säulen aus der romanischen Kapelle von der Wartburg/ Eisenach zurück
2008 Die vier romanischen Säulen werden restauriert  
2011 Neue Aussichtsebene und Kuppelturm auf dem dicken Turm 
2011 Einbau der vier Säulen in die romanische Kapelle
2013 Rekonstruktion der Teilungssäule und Wiederherstellung des romanischen Fensters im Palas 
2019 wiedergefundene Bleiglaswappen aus der ehemaligen Amtsstube des Schlosses finden ihren Weg zurück in die Ausstellung

 

 

Heiraten in Kranichfeld- auf dem Oberschloss

 

Das im ehemaligen Palas romantisch eingerichtete Trauzimmer verleiht Ihrem schönsten Tag im Leben einen unvergessenen Eindruck.

Schloßberg 28
99448 Kranichfeld

Telefon (036450 ) 345-54 Standesamt
Telefon (036450) 39699
Telefax (036450) 30460

Homepage: www.thueringerschloesser.de

Öffnungszeiten:
Mai- Oktober 2019
Dienstag- Sonntag 10:00- 17.00 Uhr
Montag geschlossen
geöffnet einschließlich: Sonntag, 17. November 2019

Eintrittspreise:
Einzelperson 2,50 €
ermäßigt: Kinder 7- 16 Jahren, Schüler, Studenten, Wehr-, Zivil- und Bundesfreiwlligen Dienstleistende, Gruppen ab 15 Personen 2,00 €
Familienkarte; 2 Erwachsene, 2 Kinder 5,50 €
Schülerkarte je Person: Schülergruppen ab 10 Personen 1,00 €
Führungen nach Vereinbarungen: einmalig 15,00 €