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Das Oberschloß Kranichfeld

Vorschaubild

Ein märchenhaftes Renaissanceschloss begrüßt alle Gäste. Es steht auf einer aus den Kranichberg vorspringenden Bergspitze. Im romanischen Stil im 12. Jahrhundert erbaut, erfuhr es nach 1540 umfangreiche Um- und Ausbauten.


Aus der Entstehungszeit stammen der "Dicke Turm" mit einer Mauerstärke
von 3,60 m und Reste der ehemaligen Burgkapelle.

 

Am Südwesterker befindet sich das Wahrzeichen des Oberschlosses,
der "Leckarsch", eine Drolerie aus dem 16. Jahrhundert.

 

Die als Wahrzeichen bekannte Schlussfigur in der anstößigen Stellung am Südwesterker des Oberschlosses könnte aus der Zeit des Umbaus zum Renaissanceschloss um 1530 stammen.


Sie wird als eine "Drolerie" (frz.: drollige, oft drastische Darstellung von Menschen, Tieren oder Fabelwesen in der mittelalterlichen Kunst) angesehen.
Die im Zusammenhang damit stehende Sage mit den beiden Brüdern Wolfer und Lutger hat keinen Wahrheitsgehalt und bleibt eine Legende.

 

Erste Wiederherstellungsarbeiten erfolgten durch Häftlinge eines
Außenkommandos des KZ Buchenwald.


Mit den Aktivitäten des Fördervereins Oberschloss e.V. wurde der weitere Verfall der Ruine verhindert.


Durch einen Brand im Jahre 1934 wurde das Schloss weitgehend zerstört.

 

Heute ist das Oberschloss mit Museumsräumen, einer Kapelle für Trauungen im historischen Ambiente, dem Palais für Konzerte und Theateraufführungen und dem jährlichen Oberschlossfest zu Pfingsten ein beliebtes Ausflugsziel.
>> Veranstaltungen<<

Besuchen Sie die Ausstellung zur Geschichte des Oberschlosses!

 

Geschichte des Oberschloßes in Kurzversion:

1143

urkundliche Ersterwähnung der Herren von Kranichfeld

1383

unter den Burggrafen von Kirchberg

1453

unter den Reußen von Plauen, jüngere Linie; während dieser Herrschaft erfolgte der Ausbau zum Renaissanceschloss

1620

Im Besitz des Grafen Karl-Günter von Schwarzburg - Rudolstadt, später Sitz der Witwe Anna Sophia, Fürstin zu Anhalt

1651

unter ihrer Herrschaft erhielt der Ort Stadtrecht
erließ erste Schulordnung und weitere Gesetze für die Bevölkerung
z.B.: Hochzeits und Gottesdienstordnungen
die Kranichfelder Schule trägt ihren Namen

1663

unter den Herzögen von Sachsen/Gotha

1826

Oberherrschaft kam zu Sachsen-Meiningen unter Herzog Bernhard

1898

Graf Bopp von Oberstadt erster privater Besitzer, weitgehende Restaurierung

1902

Kammerherr von Brandis kauft das Oberschloss, weitere bauliche Veränderungen

1920

Der Industrielle Ramminger aus Gera kauft das Oberschloss.

1934

am 6. April brennt das Oberschloss zur Ruine ab

1940

Übernahme der Ruine durch die SS-Organisation. Das Oberschloss wird durch Häftlinge aus dem KZ Buchenwald zur Hälfte wieder aufgebaut.

1945

Ende der Bautätigkeit und langsamer Verfall

1981

Gründung der Interessengemeinschaft Oberschloss,
Aufräumungs- und Instandsetzungsarbeiten am überdachten Teil,
Rettung vor dem Verfall
Bau einer Trafostation

1992

Planungsarbeiten für die Sicherung und Sanierung der Ruine
Beginn der Sicherungsarbeiten durch die Denkmalpflege Thüringen

1994

Feierliche Eröffnung des begehbahren Bereiches für die Besucher und einer ständigen Ausstellung
Übernahme des Schlosses in die Liegenschaften der Stiftung
Thüringer Schlösser und Gärten

ab 1994

kontinuierliche Ausführung von Sicherung und Sanierung im Ruineteil durch die Stiftung

1997

Sanierung eines Gebäudes in der Vorburg

1999

Sanierung Ruinenteil und der neu gestaltete Vorburghof werden für Besucher freigegeben

2002

Beginn der Sanierung des Bergfriedes
19.05.2002 der "Dicke Turm" ist wieder begehbar (1.Bauabschnitt)

 

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Schloßberg 28
99448 Kranichfeld

Telefon (036450 ) 345-54 Standesamt
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Homepage: www.oberschloss-kranichfeld.de/